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Schildkröte schon 40 Jahre frei im Garten

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Name: Gast


Dabei seit: 12.09.2007
Beiträge: 1417



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BeitragVerfasst am: 20.07.2007, 17:02    Schildkröte schon 40 Jahre frei im Garten Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,lese immer für Schildkröten braucht man ein terrarium,beheiztes Gewächshaus,Frühbeet,für die Winterstarre evtl.Kühlschrank.Ich kann nur sagen,das seit ich denken kann(ca.40 Jahre) bei meinem Vater im Garten zwei Griechische Landschildkröten leben die schon immer auf sich selbst gestellt sind und sich selbstständig eingraben u.im Frühjahr wieder ausgraben.Deshalb bin ich nun ein bischen verunsichert da ich mir unter gleichen Bedingungen auch 3 Schildkröten halten möchte.Waren die Schildkröten ein Glücksgriff oder wie ist das zu erklären???
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chelonia07
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Name: Martin


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Wohnort: Saalfeld + Leipzig


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BeitragVerfasst am: 20.07.2007, 19:04    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

hi,
landschildkröten sind teilweise sehr robust. hinzu kommt, dass eure haltungsbedingungen im allgemeinen vllt relativ gut sind, soll heißen, dass euer freigehege eventuell geschützt liegt, sodass sie die winterruhe überstehn konnten.
ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass die schildkröten deines vaters nach so langer zeit unter diesen umständen ziemlich abgehärtet sind. doch ist das nicht der normalfall. unzureichende temperaturen können auf dauer schwere schäden oder sogar tod der schildkröten verursachen. schildkröten sind wechselwarm!!!! es ist unbedingt notwendig, dass für die kälteren tage ein beheizbares frühbeet vorhanden ist, damit die schildkröten auf "stoffwechseltemperatur" kommen, da sich sonst stoffwechselschlacken im organismus anreichern können und im körper der schildkröte nicht alle lebensnotwendigen prozesse ablaufen können. bestimmte enzyme und hormone benötigen einfach eine optimumtemperatur von 36°C, die die schildi ohne wärme von außen nicht erreichen kann!!
das terrarium benötigt man daher eigentlich nur für die übergangszeiten im frühjahr und herbst, bzw für quarantäne der neuzugänge.

dass eure schildis die winterruhe im freien gut überstanden haben ist wirklich beachtenswert, da die winter bei uns in deutschland sehr lang andauern. nicht wie in deren habitat, wo nach einem milderen winter schnell hohe temperaturen erreicht werden.
vllt. kannst du ja mal die schildkröten deines vaters vom tierarzt durchchecken lassen, da leber/ nierenwerte, sowie panzer/ knochen/ schnabelwachstum eventuell suspekt sind.
lg, martin

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Kröte
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Name: kroete


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BeitragVerfasst am: 20.07.2007, 19:48    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« chelonia07 » hat folgendes geschrieben:
ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass die schildkröten deines vaters nach so langer zeit unter diesen umständen ziemlich abgehärtet sind.


Hallo Martin,

die Tiere sind unter solchen nicht optimalen Bedingungen sicher überlebensfähig, werden sich aber ganz bestimmt nicht daran "gewöhnen" o. sind abgehärtet.
Oftmals haben diese meist zu kalt gehaltenen Tiere eine chronische Atemwegs- u. Nierenerkrankung.

Gruß Kröte

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Kröte
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Name: kroete


Dabei seit: 22.06.2006
Beiträge: 2517



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BeitragVerfasst am: 20.07.2007, 20:24    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo joeheilami,

in den 70 er Jahren wurden Zehntausende Tiere der Natur entnommen und im Zoohandel für wenig Geld verkauft.
Man wusste über die Haltung, Winterruhe und Fütterung der SK´s so gut wie nichts, die meisten Tiere aus dieser Zeit sind leider deshalb gestorben.
Einige dieser Tiere haben überlebt (auch ich habe solche Exemplare), diese hatten wohl etwas bessere Lebensbedingungen als die anderen.
Heute gibt es durch das Internet und sehr gute Bücher, von Leuten die die Tiere im Habitat beobachten, Informationen zur artgerechten Haltung.
Man weiß, wie Martin schon geschrieben hat, dass Schildkröten eine Vorzugs- Stoffwechseltemperatur benötigen damit alle Lebensvorgänge ablaufen können.
Können die Tiere diese nicht erreichen, werden sie zwar nicht gleich sterben, sie „laufen“ nur auf halben Touren u. ertragen die nicht optimalen Bedingungen.
Auch die Fütterung hat sich geändert, es sollte kein Obst, Gemüse und Salat verfüttert werden.
Die Haltung und Fütterung sollte sich an der Natur der Tiere orientieren.
Es ist nie zu spät den Tieren bessere Lebensbedingungen, eine artgerechte Haltung zu bieten, auch wenn sie die letzten 40 Jahre so gelebt haben.

Nutze die reichlichen Informationen, dann wirst Du viele schöne Jahre mit Deinen dann gesunden Tieren haben.


Gruß Kröte

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gunda
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Name: Gunda

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Beiträge: 1043
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Wohnort: bei Hannover


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BeitragVerfasst am: 20.07.2007, 22:04    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo joeheilami,
da habt ihr wirklich zwei besonders robuste Tiere, herzlichen Glückwunsch!. Einen milden Winter können Schildkröten hierzulande gut überstehen, aber dass die Schildkröten deines Vaters auch die knackig kalten Winter, die wir in den letzten 40 Jahren hatten, überstanden haben, ist schon ein kleines Wunder. Du schreibst nicht, wo du wohnst. Vielleicht ist das Klima dort besonders mild? Wenn sie den ganzen Garten zur Verfügung haben, können sie sich natürlich eine geschützte Stelle auswählen - anders als in einem kleinen Freigehege.
Mich interessiert, ob es ein Pärchen ist und ob sie sich schon fortgepflanzt haben.
Ich selbst halte meine Griechischen Landschildkröten seit 38 Jahren draußen, zum Teil haben sie auch draußen überwintert. Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit artgerechter Schildkrötenhaltung und bin immer noch dabei, die Haltungsbedingungen zu verbessern. So habe ich z.B. hochwertige Frühbeete angeschafft, in denen sie sich viel lieber aufhalten als in den Holzhütten, die ich früher hatte. Hier fühlen sie sich offensichtlich wohler. Der deutlichste Beweis, dass es ihnen heute besser geht, ist die Regelmäßigkeit von Eiablage und Balz- und Paarungsverhalten.
Grüße, Gunda

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marion
schreibt gerne mal
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Name: Marion


Dabei seit: 21.06.2006
Beiträge: 96



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BeitragVerfasst am: 21.07.2007, 09:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo joeheilami,

dass diese Tiere das so lange "ausgehalten" hat, ist echt erstaunlich. Dass es hin und wieder einmal so ein Exemplar gibt, ist sehr wohl bekannt, aber dass so ein Zustand als normal anzusehen ist, halte ich nicht für erstrebenswert.
Ich stelle mir zu allem einfach immer ein paar Fragen und wenn ich die mit ruhigem Gewissen positiv beantworten kann, dann handle ich danach, ansonsten suche ich so lange, bis ich was gefunden habe, was ich eben auch vor mir selbst verantworten kann. Aber auch das ist wieder meine rein persönliche Methode. Hier nun die Fragen, die ich mir zu der Thematik gestellt habe:

Wenn hier in Deutschland die Parameter für ein Überleben in der Natur gegeben wären .. warum:
sind sie hier dann nicht schon längst heimisch geworden und man findet sie draußen in Wiesen und Wäldern? Genug Eemplare sind ja schon ausgebüchst und/oder ausgesetzt worden, dass es für eigene zumindest kleine Populationen reichen müsste.

Gehen sie freiwillig abends in die warmen Schutzhütten (bei mir Frühbeet/Gewächshuser), wo sie draußen in den Freigehegen doch genug andere Übernachtungsmöglichkeiten hätten?

Nutzen sie die angebotenen Wärmequellen so intensiv, wenn das Wetter die notwendige Wärme nicht hergibt?

Brüten wir dann noch aus, wenn sie für unser Klima geeignet sind? Wenn das passen würde, dann wären jedes Jahr viele Naturbruten zu verzeichnen und das deutschlandweit und nicht lokal begrenzt, denn es werden Jahr für Jahr viele Schildkröteneier nicht gefunden .. ich weiß wovon ich schreibe, denn ich hatte schon Naturbruten, obgleich ich dachte, ich hätte alle Eier gefunden. Das ist aber nur in extrem heißen Sommern hier der Fall, dass dann auch wirklich was schlüpft und das dann auch nur in den "heißen" Gebieten Deutschlands ...

Und dann noch was zum Thema ..."das funktioniert nun schon Jahre hervorragend so bei mir obwohl ich weiss, dass es nicht richtig ist, warum tut es das, ist es vielleicht doch nicht ganz so verkehrt?"

Dazu habe ich mir auch schon oft meine Gedanken gemacht und bin auf folgenden Nenner gekommen:
Als das mit der Raucherei und der Bekanntheit der Gefährlichkeit noch nicht ganz so weit war wie heute .. was hieß es denn da?
Rauchen macht frei - keiner hat etwas darüber gewusst wie die Lungen davon kaputt gehen. Keiner hat etwas über Passivrauchen gewusst, oder sich davor geschützt. Warum nicht? Weil man es nicht wusste.
Dann hat man es gewusst, erste Berichte kamen auf, was ist geschehen. Diese wurden milde belächelt, weil der Großteil der Bevölkerung geraucht hat. Heute sind wir da schon einen Schritt weiter : -)
ABER .. sag mal einem Menschen, der sein Leben lang geraucht hat, er soll aufhören ...der lacht dich auch heute noch aus und sagt, er sei nun so alt geworden mit Rauchen, also KANN es gar nicht so schlimm sein, wie man es beschreibt.
Warum sagt er das? -Weil er eine der wenigen Ausnahmen ist -
Weil ich aber nicht weiß, ob ich zu den wenigen Ausnahmen gehöre, drum gehe ich persönlich halt lieber den "sicheren" Weg :- )

Anderes Beispiel noch hierzu:- )
Ich kenne viele Leute, die können zum Frühstück schon gleich mal 4 Brötchen mit allem drum und dran essen, dann essen sie gut zu Mittag, verdrücken als Snack mal schnell eine Tafel Schokolade und lassen abends dann das Fünfgängemenü zum ausklang des Tages auffahren. Und was soll ich neidisch dazu sagen? Die sind SPINDELDÜRR! Schaue ich hingegen nur mal eine Tafel Schokolade von weitem an, dann fliegt mir das Speckröllchen dazu schon an die Hüfte ...
So unterschiedlich wie es uns Menschen geht, so unterschiedlich ist es bei jedem Lebewesen. Was dem einen nichts ausmacht, bringt ein anderes eventuell schon um ...

So, das waren meine Gedanken zu der Thematik und was wollte ich damit sagen?
Ich werde auch weiterhin meine Tiere im Freiland mit Frühbeeten und Gewächshäusern sowie mit der notwendigen Technik halten und eben nicht drauf hoffen, dass ich eine der wenigen Ausnahmetiere habe, die das auch ohne aushalten würden.

_________________
Viele Grüße
Marion

www.schildifutter.de
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biboma62
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BeitragVerfasst am: 28.07.2007, 22:00    ... so ein "Ur-Vieh" haben wir auch ... Antworten mit ZitatNach oben

... und sie hat unter den Bedingungen, wie du sie für deine Tiere beschrieben hast, mittlerweile ca. 80 Jahre hinter sich gebracht. Sie lebt Zeit ihres Lebens im Garten; bekommt alles, was sich in einem großen Garten an "Unkraut" bietet, hat aber auch "Erfahrung" mit ungesundem Obst und Salat gemacht - und ich denke mal gute Erfahrung, denn der Tierarzt hat sie als gesundes und "sehr schön gewachsenes" Tier bezeichnet. Wir haben sie seit einem Jahr; die Vorbesitzerin ist gestorben und die Tochter hat nur eine Wohnung. Sie hat das erste Mal durch uns einen Tierarzt kennengelernt und kennt nun auch einen Kühlschrank von innen, da wir keinen Keller zum Überwintern haben, wie sie es gewohnt war.
Ich denke mal, deine beiden haben beste Voraussetzungen für weitere 40 Jahre.

Liebe Grüße

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BeitragVerfasst am: 29.07.2007, 17:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

da ich, wie ihr ja wißt, auch eine Schildi fast 40 Jahre nur im Garten habe, kann ich nur sagen, ich würde die Lebensbedingungen nicht mehr ändern. In meinem Umfeld kenne ich niemand deren Schildkröte die Winterruhe überlebt hat. Eine künstliche Natur zu schaffen ist sehr schwierig und bedarft großes Wissen und Technik. Viele von Euch haben wirklich tolle Einrichtungen und züchten mit Erfolg, das finde ich super. Aber die meisten Halter können nicht damit umgehen.
Ich habe zwar meiner Schildi ein Schutzhaus gebaut und hoffe sie verbuddelt sich im Winter darin, damit meine Sucherei im Herbst aufhört. Ich habe den ganzen Garten abgesucht um die Stelle zu finden und mit Laubberge abzudecken. Sie geht momentan zeitweise rein, ich denke sie muss sich daran gewöhnen. Ich habe sie vor 2 Jahren Untersuchen lassen und das Ergebnis war positiv. Laut Tierarzt kann sie Obst essen außer Bananen, da sie es in ihrer Heimat auch zu sich nimmt. Das kann ich nur bestätigen weil ich das in der Türkei sehe, sie sind der Albtraum jeder Hausfrau, da sie im Garten alles abfressen.
Ich denke schon das Tiere sich anderen Lebensgewohnheiten durchaus anpassen können, das tun sie ja schon in Freigehegen denn auch dies ist nicht ihre reale Welt.

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Kröte
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BeitragVerfasst am: 29.07.2007, 19:05    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo pumuckel,


wie Du weißt, bin ich anderer Meinung.
Ich glaube nicht, dass sich Schildkröten an eine Haltung anpassen, die nicht den Gegebenheiten im Ursprungsland entsprechen.
Sicher werden sie die nicht optimale Haltung überleben, die Frage ist nur wie.
Im Habitat werden auch Beeren gefressen, das ist richtig, aber nur in ganz geringen Mengen.
Wilde Brombeeren, Himbeeren usw. hängen sehr hoch, sodass die Tiere sie nur schwer erreichen, wenn diese nicht schon vorher von Vögeln und anderen Tieren verspeist wurden.
Das Obst auf den künstlich angelegten Plantagen gehört nicht zur natürlichen Ernährung der Tiere, diese Nahrungsquelle wurde vom Mensch geschaffen.
Wenn man sich mit der Verdauung der Tiere beschäftigt, müsste man schnell feststellen, warum Obst ungesund für Schildkröten ist.
Sicher ist ein Freigehege auch nicht die reale Welt wie Du schreibst, aber eine artgerechte Haltung orientiert an der Natur mit allem was eine Schildkröte benötigt ist besser, als falsche Fütterung und zu kalte Haltung.
Das Dein Tier so viele Jahre überlebt hat (ich habe auch zwei Tiere seit den 70er Jahren) ist leider sehr selten, vielmehr Tiere sind durch Unwissenheit (Haltung u. Fütterung) verstorben.
Die Aussage Deines TA kann ich nicht nachvollziehen, hat sich dieser mit der Haltung und Fütterung von Schildkröten beschäftigt?
Sorry, aber solche Empfehlungen werden meist von einem HUnd, Katze, Maus TA gegeben.


Gruß Kröte

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chelonia07
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BeitragVerfasst am: 29.07.2007, 20:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

hi,
muss kröte hier eindeutig zustimmen. die aussage deines TA ist schlichtweg falsch!! (kannst mir glauben, ich studiere immerhin selbst veterinärmedizin) obst im NATURBELASSENEN habitat der schildkröten ist äußerst selten. es führt auf dauer einfach zu einer massenhaften vermehrung von parasiten im darm der schildkröte, da die nützlichen darmbakterien zerstört werden und andere einzeller in folge verminderter konkurrenz gute lebensbedingungen vorfinden. lsk können nicht ohne grund bis zu 1/3 der zellulose verdauen.
das ist aber noch nicht alles. der hohe zuckeranteil ist viel zu energiereich für die schildkröten, die einen bruchteil von dem energiebedarf haben, wie etwa gleichgroße säugetiere. übermäßig schnelles wachstum, wachstumsstörungen und organschäden (v.a. leber und nieren) resultieren daraus.
anpassungsfähig sind schildkröten schon, wie du sagst. allerdings nur im rahmen eines festgelegten genetischen programms. auf die ernährung bezogen heist das zum beispiel, dass die tiere nicht nur die kräuter und gräßer von uns zu fressen bekommen, die in ihrem habitat vorkommen (denn da wachsen ja teilweise noch ganz andere sachen als in unseren gärten), sondern auch andere, jedoch mit etwa ähnlicher stofflicher zusammensetzung. und das ist nunmal eindeutig ROHFASERREICH und PROTEINARM (sowie auch wenige leichtverdauliche fruchtzucker und traubenzucker).
lg, martin

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