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gunda
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Name: Gunda
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Verfasst am:
30.11.2006, 17:25 (Kein Titel) |
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Liebe Leser,
die Diskussion wird langsam ziemlich speziell. Wenn es euch langweilt, meldet euch. Dann diskutieren wir außerhalb des Forums weiter.
Lieber doc,
wenn es auf deinem Komposthaufen schimmelt, dann stimmt etwas nicht. Für die Produktion von Humus sind andere Mikroorganismen zuständig.
Woraus deiner Meinung nach Kokosfaserhumus hergestellt wird, habe ich nicht ganz vertanden:
« doc snyder » hat folgendes geschrieben:
Es handelt sich da nicht um die Fasern sondern um das Zeugs dazwischen, Cocopeat oder auch Kokostorf
ein paar Zeilen später schreibst du von Fasern, die mit Hilfe von Meerwasser herausgelöst werden, sich mit Pestiziden anreichern, und später zu Dämmstoffen und Teppichen verarbeitet werden. Warum sollte man aber die mühsam gewonnenen Fasern zu Humus verarbeiten?
Ich stelle mir das viel simpler vor:
Bei der Kokosnussernte werden die (außen grünen und innen borstigen)Hüllen auf einen Haufen geworfen und nach ein paar Monaten ist der Humus fertig. Pestizide und Fungizide müssen da nicht zusätzlich eingesetzt werden.
Es ist leider richtig, dass Kokospalmen gegen Schädlinge gespritzt werden, auch wenn sie widerstandsfähiger sind als andere Pflanzen. Wenn in Terrarienhumus tatsächlich Rückstände von Lindan o.ä. nachgewiesen werden könnten, wäre das ein Skandal, besonders da Reptilien viel empfindlicher auf solche Substanzen reagieren!!! Gibt es für deine Theorie Untersuchungen oder sind es eigene Schlussfolgerungen?
Peace!
Gunda
(Nein, ich besitze keine eigene Kokosfarm mit angeschlossener Brikettfabrik)
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doc snyder
schreibt gerne mal

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Verfasst am:
30.11.2006, 20:59 (Kein Titel) |
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´nabend schön, Gunda und alle anderen,
ich versuche es kurz zu machen.
Es ist so, wie ich dachte, klar beschrieben zu haben. Nach dem wochenlangen Einweichen werden die wertvollen Fasern vom Kokostorf getrennt, und dann als unterschiedliche Produkte vermarktet. Stell dir z.B. Erbsen vor, und du verkaufst die runden Dinger für Menschen als Nahrungsmittel und die Schoten als Viehfutter. Also das Cocopeat oder Kokostorf oder Cocohum oder wie immer es genannt wird, ist ein Nebenprodukt bei der Kokosfasergewinnung, es sitzt in der Außenhülle zwischen den langen und harten Fasern. Vielleicht erwischt du mal im Supermarkt `ne Kokosnuss der noch etwas vom Mesocarp, so bezeichnet man die Außenhülle, anhaftet. Da kannst du gut die beiden Produkte sehen. Oder ab ins Heimatland deines Mannes, Infos vor Ort holen; bei dem trüben Wetter nicht die schlechteste Idee und die Schildis schlafen ja.
Wenn es auf deinem Komposthaufen nicht schimmelt, stimmt dort was nicht. Schimmelpilze regieren die Welt und sind bei nahezu allen Zersetzungsprozessen beteiligt. Nur wenn diese Prozesse nicht nach unseren Vorstellungen laufen und sie in Reinkultur großflächig auftauchen, werden sie bemerkt.
Gruß
doc
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gunda
Moderation


Name: Gunda
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Verfasst am:
01.12.2006, 15:06 (Kein Titel) |
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« doc snyder » hat folgendes geschrieben:
´es sitzt in der Außenhülle zwischen den langen und harten Fasern.
hm... Kokosfaserhumus ist also gar kein Humus, sondern eine Substanz, die zwischen den Fasern sitzt, und die bei der Fasergewinnung sozusagen als Rest übrig bleibt. Es würde mich interessieren, woher du diese Info hast.
Gruß, Gunda
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doc snyder
schreibt gerne mal

Dabei seit: 19.11.2006
Beiträge: 57
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Verfasst am:
01.12.2006, 20:45 (Kein Titel) |
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Hallo Gunda,
nicht Kokosfaserhumus, sondern nur Kokoshumus. Kokosfasern sind etwas anderes. Du kochst Holundersaft, manche nennen das auch Fliederbeersaft. Du erhälst zwei Endprodukte. 1. Holundersaft, 2. Maische, also die ausgelaugten Beeren. Und so ist das auch mit Kokosfasern und Kokoshumus. Woher ich das weiß? Ich trainiere viel für Günter Jauch. Nee, stimmt nicht, hab ein bißchen beruflich damit zu tun gehabt.
Kannst ja mal googeln.
Gruß
doc
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gunda
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Name: Gunda
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Beiträge: 1186
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Verfasst am:
02.12.2006, 14:43 (Kein Titel) |
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Hallo doc,
... "ein bisschen beruflich damit zu tun gehabt" und "kannst ja mal googeln"...
schade - ich hatte mit konkreteren Angaben gerechnet. Und meinst du, dass der Vergleich mit dem Holundersaft wirklich passt?
Reptipark® Kokos-Terrarienhumus ist aufgrund des ph-Wertes und der weiteren Produkteigenschaften pilz- und keimfrei, ohne Düngerzusatz, torffrei, hat einen pH-Wert zwischen 5.4 und 6.4 und garantiert aufgrund seiner besonderen Eigenschaften für eine optimale Wasserspeicherung.
Anwendung:
Einfach in eine Wanne mit lauwarmen Wasser legen, kurz warten und schon hat man ca. 9 l Terrarienhumus.
Auch ideal zum Mischen oder Eintopfen.
Garantiert frei von Düngemitteln oder Schadstoffen.
Reptipark® Kokos-Terrarienhumus wird zu 100 % aus pflanzlichen, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen.
Bei der Herstellung werden ausschließlich [u]Kokosfaser verwendet, die von Kokospalmen aus dem Landesinneren stammen.
Daher ist dieses Substrat nicht mit Salzen belastet. [/u]Dieser Terrarienhumus zeichnet sich durch eine hohe Saugfähigkeit und Wasserspeicherkapazität aus und ist für Feucht- und Regenwaldterrarien sehr gut geeignet.
Auch wenn diese von einer Herstellerfirma geschriebenen Angaben mit der üblichen Vorsicht zu genießen sind, finde ich hier einiges, was ich in meinen Antworten geschrieben habe, bestätigt. Für mich ist das Thema erst mal beendet. Wir müssen uns wohl gedulden bis jemand eine Schadstoffanalyse von Kokos(faser)humus in Auftrag gibt und die Ergebnisse veröffentlicht.
Bis dahin
schönes Wochenende
Gunda
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doc snyder
schreibt gerne mal

Dabei seit: 19.11.2006
Beiträge: 57
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Verfasst am:
02.12.2006, 20:27 (Kein Titel) |
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Hallo Gunda,
damit ich das Thema auch für mich abschließen kann, gehe ich auf deinen letzten Beitrag ein:
Ich hatte eigentlich gedacht, daß du in der Lage bist zu googeln, denn es gibt nicht alles im Leben mundgerecht serviert, selbst ist die Frau!!
Welches sind denn die "weiteren Produkteigenschaften", die Reptipark Pilz-und Keimfrei machen? Vielleicht die von mir befürchteten Stoffe? Zumal der angegebene pH-Wert nicht besonders niedrig ist, entspricht normaler Blumenerde, und warum sollte ich meine Schildis denn keimfrei halten???
Dünger und Torf frei, hatte ich nie bestritten.
Welches sollen denn die besonderen Eigenschaften sein die eine optimale Wasserspeicherung bieten und optimal für wen? Für Fische wird`s zu wenig sein, für Kakteen eher zuviel!
Das die Kokospalmen im Landesinneren stehen will ich nicht bezweifeln,
die Aufbereitung findet aber trotzdem im Meerwasser statt. Daran siehst du, daß ich mit meiner Kritik über den Salzgehalt von cocopeat nicht gemogelt habe.
Nach Herstellerangaben hat das Substrat eine hohe Saugfähigkeit, (hat mein Staubsauger auch) und Wasserspeicherkapazität.
Auch das habe ich nie bezweifelt, nur ist für die Haltung von mediterranen Landschildkröten die Wasserregulierung, also gleichmäßige Verteilung, und Abgabe wichtiger. So schreibt ja auch der Hersteller: für Feucht- und Regenwaldterrarien sehr gut geeignet. Von Landschildkröten aus ariden Klimazonen steht da nichts!
Zwischen den Zeilen zu lesen, ist hilfreich.
Damit der Spaß nicht auf der Strecke bleibt, gibt`s noch ein Rätsel.
Zwei der folgenden drei Aussagen stimmen nicht. Welche?
1. Griechenlands Umweltministerium hat 128 mio. Kubikmeter Kokostorf in Trinidad bestellt, damit die einheimischen Landschildkröten endlich vernünftig hibernieren können.
2.Gundas Mann ist Hauptimporteur von Kokosprodukten und startet im Internet eine Großkampagne für Kokostorf.
3.doc snyder war leitender Wissenschaftler bei der Suche nach Ersatzstoffen für Torf im Ziepflanzenbau.
Viel Spass bei Rätseln wünscht
doc
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