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stromer1999
frisch reingeschneit

Name: Peter
Dabei seit: 16.12.2006
Beiträge: 5
Arten: Maurische Landschildkröte

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Verfasst am:
16.12.2006, 14:19 Brauche Tipps zur Überwinterung |
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Ich habe drei Maurische Landschildkröten. Alle sind aus einem Gelege und im September 2005 geschlüpft.
Im Moment bereite ich sie auf ihre erste Winterruhe vor und bin mir da wegen einiger Sachen ein bißchen unsicher, weil es nach meinem Gefühl unendlich viele Meinungen zur Haltung von Schildkröten gibt. Deswegen habe ich anscheinend auch ein bißchen spät mir der Einwinterung begonnen.
Ich habe konstant die Temperatur gesenkt. Seit zwei Wochen sind sie über Nacht mindestens 12 Stunden schon im Kühlschrank bei 8 Grad und tagsüber im Terrarium bei ca. 20 Grad. Die drei sind am Tag auch noch aktiv. Sobald die Ersatzsonne (Zur Zeit noch 2 Std. Ersatzsonne und 4 Std. Licht) ausgeht gehen sie schlafen. Manchmal sind sie aber auch noch nach Beleuchtungsende wach und laufen im Terrarium herum. Laut villa testudo.de sollen sie noch Sonne haben unter der es bis 30 Grad warm wird.
Beim Baden geben sie keinen Kot mehr ab. Was mir Gedanken macht ist, dass sie zum Teil schon in der Vorbereitung 10% Gewicht verloren haben uind immer mehr abnehmen. Ich stelle kurz die Gewichte vor der Vorbereitung und jetzt rein:
Ich schreib die Namen dazu, obwohl ich das Geschlecht noch nicht weis:
Rudi 27.11.06 253 Gramm > 16.12.06 227 Gramm
Ramona 27.11.06 155 Gramm > 16.12.06 155 Gramm
Momo 27.11.06 273 Gramm > 16.12.06 250 Gramm
Mir ist klar, dass sie durch die Darmentleerung gewicht verlieren, aber wann wird es zuviel?
Habt ihr noch Ratschläge für mich zur Einwinterung/Überwinterung?
Peter
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jutta
Panzerknipser

Name: jutta
Dabei seit: 01.07.2006
Beiträge: 362

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Verfasst am:
16.12.2006, 15:58 (Kein Titel) |
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Hallo Peter, der Gewichtsverlust ist sicher noch im Rahmen-was aber leider völlig daneben ist, ist das Gewicht der Tiere überhaupt. Einjährigen Maurische Landschildköten dürften kaum mehr als 60 Gramm wiegen.
Da fehlt schonmal die erste Winterruhe und wahrscheinlich werden sie viel "zu gut" gehalten.
Grüsse- Jutta
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gunda
Moderation


Name: Gunda
Alter: 51
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Beiträge: 1219
Arten: Thb
Wohnort: bei Hannover

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Verfasst am:
16.12.2006, 16:01 (Kein Titel) |
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Hallo Peter,
bei 20"C Umgebungstemperatur ist es kein Wunder, dass deine Schildkröten noch aktiv sind. Fressen sie denn nicht mehr?
Da hilft nur, das Terrarium samt Schildkröten in einen kühlen Raum zu verfrachten - viel mehr als 12°C sollten es nicht sein.
(Vorausgesetzt es handelt sich um eine Unterart, die Winterstarre hält. Welche ist es denn?)
Sicherlich weißt du, dass deine Schildkröten für ihr Alter unglaublich schwer sind. Bei einem so rasanten Wachstum treten leicht Organschäden auf. Ein Tierarztcheck wäre auf jeden Fall ratsam.
einen schönen 3. Advent wünscht
Gunda
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stromer1999
frisch reingeschneit

Name: Peter
Dabei seit: 16.12.2006
Beiträge: 5
Arten: Maurische Landschildkröte

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Verfasst am:
16.12.2006, 16:25 (Kein Titel) |
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Das habe ich mir auch schon gedacht. Allerdings habe ich sie mit nichts besonderem gefüttert. Viel Löwenzahn, Salat (Feldsalat, Ruccola), ab und zu Gemüse wie Tomate etc. , wenig Obst.
Mir ist von der ersten Winterruhe im Schlupfjahr abgeraten worden (Vom Züchter!), daher wohl auch das Gewicht.
Der Tierarzt hat sie sich vor kurzem angesehen und gemeint sie wären so ok. Ich versuche jetzt weiter die Temperatur zu reduzieren.
Merkwürdig finde ich die vielen unterschiedlichen Meinungen. Auf villa testudo.de bekommt man geraten, die Grundtemperatur am Tag bei 20 Grad zu belassen und die Fütterung einzustellen. Dadurch weiß ich nicht, ob sie noch fressen würden.
Soll ich sie denn Ende der Woche schlafen legen?
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gunda
Moderation


Name: Gunda
Alter: 51
Dabei seit: 20.06.2006
Beiträge: 1219
Arten: Thb
Wohnort: bei Hannover

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Verfasst am:
17.12.2006, 16:05 (Kein Titel) |
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« stromer1999 » hat folgendes geschrieben:
Das habe ich mir auch schon gedacht. Allerdings habe ich sie mit nichts besonderem gefüttert. Viel Löwenzahn, Salat (Feldsalat, Ruccola), ab und zu Gemüse wie Tomate etc. , wenig Obst.
Obst, Tomate und Salat - diese Futtertipps stammen aus den 70ern. Viele der so ernährten Schildkröten leben heute nicht mehr. Löwenzahn ist gesundes Futter, aber es gibt noch viel mehr geeignete Wildpflanzen. Siehe Rubrik "Pflanzen und Ernährung" oder Schildifutter.de
« stromer1999 » hat folgendes geschrieben:
Mir ist von der ersten Winterruhe im Schlupfjahr abgeraten worden (Vom Züchter!), daher wohl auch das Gewicht.
Da kranke, von Parasiten befallene oder besonders mickrige Schlüpflinge ihre erste Winterstarre nicht überleben, geben manche besonders geschäftstüchtigen Züchter ihre Kleinen schon vor der Winterstarre ab. Besonders seriös ist das nicht. Wenn man sich erst nach der ersten Winterstarre eine Schildkröte zulegt, kann man ziemlich sicher sein, ein gesundes Tier zu haben.
« stromer1999 » hat folgendes geschrieben:
Der Tierarzt hat sie sich vor kurzem angesehen und gemeint sie wären so ok.
ich hoffe, er hat sie sich nicht nur angesehen, sondern sie eingehend untersucht (Kot- und Blutuntersuchung) . Durch bloßes Ansehen (und vielleicht noch mit den Vorderbeinen Klimmzüge machen lassen) kann man kaum beurteilen, ob eine Schildkröte gesund ist. War es ein schildkrötenerfahrener Tierarzt?
« stromer1999 » hat folgendes geschrieben:
Merkwürdig finde ich die vielen unterschiedlichen Meinungen. Auf villa testudo.de bekommt man geraten, die Grundtemperatur am Tag bei 20 Grad zu belassen und die Fütterung einzustellen. Dadurch weiß ich nicht, ob sie noch fressen würden.
Wie gesagt, es ist immer noch veraltete Literatur im Umlauf. Und weil sie sich so schön verkauft, werden diese alten Schinken immer wieder neu aufgelegt. Dass auf Villa Testudo so etwas behauptet wird, kann ich mir kaum vorstellen.
Wenn du deinen Schildkröten bei 20°C Umgebungstemperatur nichts zu fressen gibst, ist es kein Wunder, dass sie abnehmen. Wenn es so weiter geht, werden sie verhungern!
Viel Grüße,
Gunda
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stromer1999
frisch reingeschneit

Name: Peter
Dabei seit: 16.12.2006
Beiträge: 5
Arten: Maurische Landschildkröte

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Verfasst am:
18.12.2006, 08:12 (Kein Titel) |
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So, wenn du dir das nicht vorstellen kannst, dann lies dir das mal durch. Von www.villa-testudo.de/index.php?id=78:
Direkte Vorbereitungsphase
Erste Woche:
Man schaltet die "Sonne" nur noch 4 Stunden pro Tag an (unter dieser Ersatzsonne dürfen gut 30°C erreicht werden). Eine Grundhelligkeit (allgemeine Beleuchtung - siehe oben) über 8 Stunden sollte im Terrarium trotzdem vorhanden sein, so dass die Tiere zwischen Tag und Nacht unterscheiden können. Die Nachttemperatur sollte unter 13°C liegen. Tagsüber sollte sich die Grundtemperatur im Bereich von ca. 20°C bewegen.
Zweite Woche:
Es wird die Fütterung reduziert. Da die Temperatur abgesenkt ist kann sich der Körper umstellen. Ideal wäre, wenn die Nachttemperatur unter 10°C liegen würde. Notfalls muss der Behälter in der Nacht in den Keller verbracht, oder die Tiere in einen anderen Behälter umgesetzt werden. Dieser "kalten" Nachttemperatur sollte die Tiere mind. 12 Stunden ausgesetzt sein. Am anderen Morgen kommen sie wieder zurück ins Terrarium.
Die Umstellungsphase auf die Winterruhe ist auch ein hormoneller Vorgang beim Tier. Tiere, welche im Freiland oder im Frühbeet gehalten werden, machen die Umstellung von selbst.
Dritte Woche:
Es wird nun die Fütterung ganz eingestellt und gleichzeitig die Temperatur weiter reduziert (Beleuchtung jetzt nur noch 4 Stunden und die Ersatzsonne 2 Stunden täglich). Auch jetzt ist es wichtig, dass die Nachttemperatur weiterhin unter 10°C gehalten wird.
Vierte Woche:
Nun erfolgt ein zweimaliges Baden (15 Min.) in lauwarmem Wasser im Abstand von 4 Tagen. Dadurch wird die Darmentleerung provoziert, denn die Tiere sollen mit (fast) entleertem Darmtrakt in die Winterruhe gebracht werden. Außerdem können die Tiere nochmals ihren Wasserhaushalt ausgleichen. Auch in dieser Zeit müssen die Tiere eine Nachttemperatur von unter 10°C haben. Tagsüber bekommen sie weiterhin 4 Stunden Helligkeit und nur noch 2 Stunden Ersatzsonne (Strahler). Am Ende der vierten Woche und der Feststellung, dass das Tier keinen Kot mehr abgegeben hat, kommt es nach dem letzten Bad und einigen Stunden Abkühlung direkt in die Überwinterungsbox und dann nach 2 Tagen in den kalten Keller oder Kühlschrank bei ca. 6°C.
Das hört sich ziemlich eindeutig für mich danach an, als ob man die Tiere tagsüber bei 20 Grad hält. Da dort nichts Gegenteiliges mehr steht, bin ich davon ausgegangen, dass die Schildkröten tagsüber über die 4 Wochen bei 20 Grad Grundtemperatur gehalten werden.
Ich danke dir für die Tipps und werde mir heute noch einen echten Schildkrötentierarzt suchen unbd ihn um Rat Fragen
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doc snyder
schreibt gerne mal

Dabei seit: 19.11.2006
Beiträge: 57
Arten: T.h.b. T.h.herc.

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Verfasst am:
18.12.2006, 23:33 (Kein Titel) |
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Hallo stromer 1999,
wenn du genau liest, steht da in der dritten Woche, daß die Temperatur weiter gesenkt wird und wenn du weiter liest wird klar, daß nicht die Nachttemperatur gemeint ist.
Also nachts weiter unter 10, tags nicht mehr 20 Grad Umgebungstemperatur, sondern nur die Möglichkeit unter den Strahlern auf Betriebstemperatur zu kommen. Oft kommen die Schildkröten dann trotzdem nicht mehr aus dem Versteck, weil die Umgebungstemperatur nicht einladend ist.
Generell ist es etwas umständlicher Schildkröten, die im Terrarium gehlten werden, in die Winterstarre zu kriegen. Im Freiland geht das wie von selbst, da gibt es auch mal 2 oder 3 Tage mit tiefen Temperaturen, also keinen genauen Plan zur Einstimmung. Das macht es schwierig genaue Angaben zu machen wie Terrarienschildis eingestimmt werden.Da entsteht der Eindruck, jeder Schildkrötenhalter sagt etwas anderes.
Daher mein Rat: Halte dich an die Tipps von den Erfahrenen wie Gunda oder Villa Testudo(aber genau lesen), und versuche deine Schätze im nächsten Jahr im Freiland zu halten, du wirst sehen, das klappt besser.
Gruß
doc
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stromer1999
frisch reingeschneit

Name: Peter
Dabei seit: 16.12.2006
Beiträge: 5
Arten: Maurische Landschildkröte

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Verfasst am:
19.12.2006, 08:10 (Kein Titel) |
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Ok, da gestehe ich ein nicht richtig gelesen zu haben. Aber richtig eindeutig ist es nicht. Ich hab ein ziemlich schlechtes Gewissen meinen Schildkröten gegenüber, dass ich ihnen das zugemutet habe.
Wie lange kann ich die Schildkröten draussen lassen?
Ich habe Ihnen schon für den vergangenen Sommer ein Aussengehege gebaut und sie haben den Sommer draussen verbracht, aber ich habe gelesen, dass man sie rein holen soll, wenn die Temperaturen sinken. Da wäre dann ein Wärmestrahler für draussen angebracht, oder?
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Chalisa
Moderation


Name: Petra Michaela
Dabei seit: 27.06.2006
Beiträge: 79
Arten: 2,0,0 Testudo graeca ibera; 0,0,2 Emys orbiscularis
Wohnort: Rheinland-Pfalz

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Verfasst am:
19.12.2006, 16:47 (Kein Titel) |
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Hallo Stromer1999,
mit einem gut isolierten Schutzhaus mit Stromanschluß für Wärmelampe und Heizstrahler bzw. Frostwächter können die Schildkröten sich selbst auf die Winterruhe vorbereiten und dann direkt vom Freigehege in den Kühlschrank überführt werden. Mit meinen Schildkröten funktioniert das sehr gut so, ich habe allerdings adulte Schildkröten. Seit ca. 2 Wochen starren sie im Schutzhaus und ich denke, wenn die Temperaturen jetzt so bleiben, werde ich sie Ende der Woche in den Kühlschrank überführen. Ich lebe hier in relativ mildem Klima, zur Zeit haben wir zwischen 4 und 7 °C, auch nachts war es in den letzten Tagen erst zwei- oder dreimal so kalt, daß die Heizlampe zum Einsatz kam.
Liebe Grüße
Petra Michaela
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stromer1999
frisch reingeschneit

Name: Peter
Dabei seit: 16.12.2006
Beiträge: 5
Arten: Maurische Landschildkröte

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Verfasst am:
19.12.2006, 19:12 (Kein Titel) |
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Wie muss denn ein solches Schutzhaus aussehen? Kann ich das auch aus Natursteinen und Schieferplatten bauen? Muss das eine gewisse Tiefe haben? Was könnt ihr für einen Strahler für draussen empfehlen?
Fragen über Fragen...
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Chalisa
Moderation


Name: Petra Michaela
Dabei seit: 27.06.2006
Beiträge: 79
Arten: 2,0,0 Testudo graeca ibera; 0,0,2 Emys orbiscularis
Wohnort: Rheinland-Pfalz

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Verfasst am:
20.12.2006, 10:45 (Kein Titel) |
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